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Bitterer Punktverlust gegen den TSV Freystadt...

  • Bernd Brückmann

2. Bundesliga   von Georg Komma

... oder das Drama um neun vergebene Matchbälle.

Zum Jammern ist keine Zeit, denn das Tabellenbild in der 2. Badminton Bundesliga ist nach dem 12. Spieltag hinsichtlich der Abstiegsfrage alles andere als konkret. Das Damoklesschwert kreist weiterhin vornehmlich über dem TV Dillingen und hinsichtlich eines möglichen dritten Aspiranten neben der SG Anspach auch über dem TSV Freystadt, dem SV Fischbach und – neu hinzugekommen – dem TSV Neubiberg. So wird erst der letzte Spieltag den potenziellen zweiten bzw. dritten Absteiger offenlegen.
Dass die Spiele gegen den TSV Freystadt und den TV Dillingen kein Zuckerschlecken werden sollten, war dem SGA-Team von vorneherein klar. Beide Gegner traten mit einer stärkeren Mannschaft an als im Hinspiel, und da hatte die SGA schon eine schmerzliche 2:6-Niederlgae gegen den TVD einstecken müssen.
Gegen Freystadt begann die Partie der Taunusstädter nach Maß. Beide Eröffnungsdoppel wurden in bravouröser Manier gewonnen und auch im 2. HD keimte bei S. Ames/ Ch. Ames im 2. Satz Hoffnung auf, ehe im 3. Satz der international hocherfahrene Ukrainer Vladislav Druzhchenko sein ganzes Repertoire auspackte und mit Florian Waffler per Dreisatzsieg auf 1:2 verkürzte. Theresa Wurm, die in Freystadt gegen die starke Kroation Pavlinic verloren hatte, ließ diesmal der erfahrenen Mona Reich den Vortritt im Dameneinzel. Mona fand nach schwachem Start (9:21) hervorragend ins Match (21:18) und hatte im 3. Satz bei 21:20 sogar Matchball. Im Schlussspurt wurde sie für ihre Aufholjagd dann doch nicht belohnt und unterlag 22:24.
Mit dem 2:2-Zwischenstand im Rücken ging Daniel Benz in das mit 68 Minuten längste Match des Tages, das auf spektakuläre Weise zu Ende gehen sollte. Daniel hatte dem bisher im Einzel ungeschlagenen TSVF-Spitzenspieler Beryno Wong (Malaysia) hervorragend Paroli geboten und führte nach gewonnenem 1. Satz (21:19) mit 20:14 im 2. Satz. Dann begann für ihn eine Pechsträhne, mit der sich kein Sportler eine Handbreit vor der Ziellinie konfrontiert sehen möchte: zwei „knappe" SR-Entscheidungen, von denen Daniel nicht profitierte, verursachten Unkonzentriertheit, die ihn von der Siegesstraße ab und nicht mehr zurück ins Spiel brachten. Acht vergebene Matchbälle bis zum 23:25-Satzverlust lassen zumindest jeden Sportler mitfühlen. Die Dramatik spitzte sich im 3. Satz zu, den Daniel bis zum 17:14 dominierte. Erneut brachten ihn sechs Fehler in Folge ins Hintertreffen, so dass nachvollziehbar seine Nerven brach lagen. Beim Spielstand von 17:20 erhielt Daniel wegen „Wegschlagen des Balles und Meckerns gegen eine (weitere knappe) SR-Entscheidung" zunächst die gelbe Karte und nach weiterem Protest die rote Karte, die einen Punktgewinn (17:21) für den Gegner zur Folge hatte. Fehlverhalten von Sportlern ist nicht zu tolerieren, das steht außer Frage. Schade jedoch, dass dieses hochklassige Match zweier überragender Sportler nicht durch einen Ballwechsel entschieden werden konnte. So bleibt es ein denkwürdiges, spektakuläres Match mit fadem Beigeschmack.
Die 3:2-Führung des TSVF glich das SGA-Mixed S. Ames/L. Käpplein beeindruckend deutlich zum 3:3 aus. Robert Georg konnte nur den 1. Satz des 2. HE gegen den 41-jährigen erfahrenen Vladislav Druzhchenko für sich entscheiden, so dass nach vier verlorenen Dreisatzspielen Christopher Ames einmal mehr unter Leistungsdruck stand. Diesem hält er immer mehr stand, denn gegen den Deutschen Jugendmeister im Mixed, Johannes Pistorius, zeigte er in einem seiner besten Saisonspiele keine Nerven und sicherte letztendlich noch das hoch verdiente 4:4 (12:8).
Zu Beginn der Begegnung hatte Stadtverordnetenvorsteher Holger Bellino, auch Staatssekretär der CDU-Landtagsfraktion, gemeinsam mit Jugendwartin Gisela Helwig Theresa Wurm, Lara Käpplein und Johannes Pistorius (TSVF) für die jüngsten Erfolge bei den Deutschen Jugendmeisterschaften geehrt.
Erstmals mit Kok Pong Loke (Malaysia) im Team stellte sich im Sonntagsspiel ein TV Dillingen vor, der das SGA-Team in der Hinrunde mit einem 6:2 die erste Saisonniederlage beibrachte. So war die SGA gewarnt und wollte auch mit Blick auf die Tabellensituation in jedem Falle doppelt punkten. Hochkonzentriert gelangen Siege in den drei Eröffnungsdoppeln, lediglich im 2. HD zwischen S. Ames/Ch. Ames und Merz/Güttinger fiel die Entscheidung nach sehr wechselndem Spielverlauf erst im 3. Satz (21:9, 13:21, 21:15). Während Daniel Benz gegen den sehr starken Loke nichts ausrichten konnte, wiederholte Theresa Wurm im DE ihren Hinspiel-Sieg gegen Amelie Storch (21:8, 21:12) und brachte die SGA 4:1 in Führung. Doch nun warteten feste TVD-Trümpfe mit erheblichem Siegpotenzial. In ganz engen Begegnungen behielt die SGA zweimal die Oberhand: Robert Georg überzeugte in einem kampfbetonten Dreisatzmatch im 2. HE gegen den starken Florian Berchtenbreiter (15:21, 21:12, 21:18) und das GD S. Ames/L. Käpplein (9:3-Saisonbilanz) setzte sich in glänzender Manier gegen Kok Pong Loke/ Annika Oliwa durch (21:18, 21:17). Philip Merz blieb es vorbehalten, den zweiten Punkt für die sympathischen Dillinger einzuholen.

 

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