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Hessenderby bis zum Schlusspunkt ein Spiel auf des Messers Schneide

  • Georg Komma

Die zahlreichen Zuschauer waren die Nutznießer eines Hessenderbys mit Ligareife, das spannender nicht hätte verlaufen können. Zunächst nutzte der Aufsteiger 1. BV Maintal alle positiven Register seiner Aufstiegseuphorie, ehe der Liga-Dino SG Anspach im finalen Endspurt doch noch mit dem mühsam erkämpften Unentschieden einen Saison-Fehlstart vermied.

 

Die Heimmannschaft aus dem Taunus war gewarnt, denn mit den amtierenden Hessenmeistern im HD Christopher Fix und Steffen Peterskovsky sowie Tessa Koschig und Neuzugang Maxi Stelzer verfügt das Main-Team über Spielergrößen, die wohl auch in der 2. Bundesliga ihren Lauf als potenzielle Punktegaranten fortsetzen sollten. So stand die SGA bereits nach den beiden Eröffnungsdoppeln mit dem Rücken zur Wand. Fix/Peterskovsky besiegten im 1. HD das neu formierte SGA-Doppel Benz/Discher 21:12, 18:21, 21:13 und auch Koschig/Stelzer, die im 1. Satz noch viel Respekt zeigten, fanden im DD immer besser ins Spiel und behielten letztendlich mit 19:21, 21:15, 21:16 die Oberhand. So führte der Liga-Debütant im Handumdrehen 2:0 und setzte damit den Gastgeber mächtig unter Druck.

Wenn es um das Aushalten von Drucksituation geht, dann glänzte auf SGA-Seite bereits in der Vergangenheit immer wieder der mittlerweile 35-jährige Steffen Hornig, der den beruflich verhinderten Christopher Ames an der Seite von Sebastian Ames überragend vertrat. Mit einem 21:15, 21:13 gegen Matthias Fix/Fabian Fritz setzten beide das erste Ausrufezeichen auf SGA-Seite. Das Fünkchen Hoffnung auf die erhoffte endgültige Kehrtwende in der Partie verhinderte ein fulminant aufspielender Steffen Peterskovsky im 1. HE, als er Anspachs Mannschaftsführer Daniel Benz (aktuell auf Platz 12 der deutschen HE-Rangliste) beim 21:16, 21:17 nicht auf Tuchfühlung zu einem Satzgewinn kommen ließ.

Dass die Begegnung noch einmal spannend wurde, verdankte die SGA dem hart erkämpften 21:19, 21:16 von Theresa Wurm im DE gegen Maxi Stelzer und dem eindrucksvollen Ligadebüt von Philipp Discher im 2. HE gegen Wei Ming Hauschild, das er mit 21:15, 21:17 zu seinen Gunsten entschied. Beim 3:3-Zwischenstand hatte die Komponente Spannung plötzlich wieder Fahrt aufgenommen und Sieg und Niederlage hingen am seidenen Faden.

Die Südwestdeutschen Meister im GD, Christopher Fix/Tessa Koschig, schienen Nerven wie Drahtseile zu haben, als sie beim 21:11, 21:16 wie aus einem Guss spielten und dabei jede Schwäche des neu formierten GD S. Ames/Reich nutzten. Dass Team-Oldie und Ex-Hessenmeister Steffen Hornig noch lange nicht zu den „alten Haudegen“ gehört, bewies er im abschließenden 3. HE gegen den 21-jährigen Youngster des 1. BV Maintal, Mirco Parschau. Beim 19:21, 21:12, 21:13 strapazierte er die Nerven der bis zuletzt verweilenden großen Zuschauerschar zwar mächtig, doch er sorgte damit im SGA-Lager in letzter Sekunde noch für eine (Teil-)Erleichterung. „Es war das erwartet schwere Spiel mit Derbycharakter.

Maintal hat gezeigt, dass es in die 2. Liga gehört. Wir müssen uns noch steigern, wenn nicht auch der Saisonverlauf auf des Messers Schneide stehen soll“, meint Daniel Benz, der das 4:4 (10:9, 345:346) als Warnschuss und Aufforderung zugleich betrachtet, im Training an der Landesportschule noch eine Schippe draufzulegen.

 

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