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Pech am Schläger

  • Bernd Brückmann

2. Bundesliga    von Georg Komma

Kein Wunder, dass die Cracks um Trainer Franklin Wahab noch einige Zeit mit hängenden Köpfen im Mannschaftsrund saßen und der vergebenen Matchchance nachtrauerten, die nach dem erlebten Sonntagnachmittag durchaus gegeben war. In 21 Bundesligajahren auf blau-weißer SGA-Seite habe ich noch nicht derartig gehäufte Glücklosigkeit im entscheidenden Moment erlebt. Man kann es auch anders ausdrücken: Der Gegner war im entscheidenden Moment einen Tick besser. Fakt ist, wer vier Spiele mit nur zwei bis vier Punkten Unterschied im Entscheidungssatz verliert und zudem noch eine hauchdünne Zweisatzniederlage (20:22, 20:22) einsteckt, der muss eine Menge Verarbeitungspotenzial aufbringen.

Das prognostizierte „Spiel auf Augenhöhe" war es allemal, das weist auch die im Badminton letztendlich unbedeutende Punktebilanz von 407:370 zugunsten der SGA auf – als Sieger ging indes der SV Fischbach mit 5:3 (11:10) vom Spielfeld. In solchen Partien ist allseits ein starkes Nervenkostüm gefragt, zumal bekanntermaßen oft Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden. Bereits das erste HD, das Rduch/Geigenberger gegen Benz/Georg mit 21:19 im 3. Satz für sich entschieden, lieferte die Kostprobe von „Spannung pur" und brachte nicht den insgeheim erhofften SGA-Auftakterfolg.
Dass Mona Reich/Lara Käpplein eine „feste DD-Bank" im SGA-Aufgebot sind, musste auch Jung-Nationalspielerin Alina Hammes erfahren, die mit Malika Jung chancenlos war. Die Ampel stand auf SGA-Seite noch einmal auf „Grün", als
Sebastian und Christopher Ames mit einem beeindrucken Finish die 2:1 Matchführung sicherte. Im folgenden Dameneinzel ließ Theresa Wurm erkennen, warum sie dem Jugend-Nationalkader angehört. Gegen die vielfache walisische Meisterin Carissa Turner war sie nach einem 21:14 im 1. Satz und einem 20:20 (nach 16:20-Rückstand) einen Punkt vor dem Matchball, ehe dann glücklose Momente zum 20:22, 17:21-Sieg der Kontrahentin führten. Ebenso
knapp ging es dann im 1. HE zwischen den Ausnahmespielern Daniel Benz und Sebastian Rduch zu, das von hochklassigen Ballwechseln geprägt war. Am Ende hieß es aus SGA-Sicht 20:22, 20:22 und im Zwischenstand 3:2 für den SV Fischbach. Und der schlug gleich noch einmal zu. Denn im 2. HE ließ Robert Georg im 2. Satz bei 20:18 und 20:19 gleich zwei Matchbälle liegen und zog dann im Entscheidungssatz trotz hoffnungsvollem 16:16 in der Schlussphase mit 17:21 den Kürzeren. Mit dem 2:4-Rückstand im Nacken stand Christopher Ames im 3. HE mächtig
unter Druck. Nach Auftaktproblemen, die zum 14:21 führten, bekam er Christopher Klein immer besser unter Kontrolle – bis zur 11:6-Führung im 3. Satz. Am Ende verlor auch Anspachs Nr. 3 unglücklich mit 20:22. Wie sollte es auch anders sein, an einem Tag, an dem das Pech am Schläger zu kleben schien. Die Glücksgöttin saß diesmal im Fischbacher Bus, daran änderte letztendlich auch der Dreisatzsieg im Gemischten Doppel von Sebastian Ames/Lara Käpplein nichts. Schau'n wir mal, ob die überraschende Niederlage von Neuhausen im Kampf um die Meisterschaft neue Kräfte freisetzt.

 

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