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SG Anspach zieht seine Mannschaft aus der 2. Liga zurück

  • Tatjana Geibig-Krax

Nach der freudigen Nachricht über den Aufstieg des SV Fun-Ball Dortelweil in die 1. Bundesliga, erfolgte jetzt eine Hiobsbotschaft für das hessische Badminton. Nach 24 Jahren der Zugehörigheit zur 1. oder 2. Bundesliga muss der Traditionsverein SG Anspach seine Mannschaft aus der 2. Bundesliga zurückziehen. Insbesondere der Weggang von Daniel Benz und Theresa Wurm konnte seitens der Taunusstädter nicht kompensiert werden. Damit wird in der kommenden Saison voraussichtlich kein hessisches Team in der 2. Bundesliga aufschlagen. Im folgenden veröffentlichen wir die Pressemitteilung der SG Anspach zum Rückzug aus der 2. Bundesliga, die uns Georg Komma als Abteilungsleiter zur Verfügung stellte.

24 Jahre Badminton Bundesliga – nun zieht die SG Anspach ihr Team zurück!
Alles hat seine Zeit. Zwei Dutzende Jahre spielte die SGA ohne Unterbrechung in der 1. oder 2. Badminton Bundesliga. Die schlechteste Platzierung in dieser Zeit war Rang 4 in Liga zwei. Eine Erfolgsstory, die aus Überzeugung immer gebunden war an die Förderung von jungen Sportlerinnen und Sportlern aus der Region, zuletzt aus dem erweiterten nationalen Umfeld. 57 Aktive kamen seit 1993 zu Bundesligaeinsätzen im SGA-Trikot, davon hatten 18 ihren Wohnsitz vor Ort in Neu-Anspach. Ca. 90% aller Aktiven waren Kaderspieler des Hessischen Badmintonverbands und profitierten maßgeblich vom Training an der Landessportschule in Frankfurt.

Es gibt zwei wesentliche Gründe, die zum schmerzhaften Beschluss des Abteilungsvorstands führten, aus dem Bundesligaspielbetrieb auszusteigen:
1. Vorrangig ist der Verlust der Leistungsträger und Vereins-Idole Theresa Wurm und Daniel Benz anzuführen, die sich aus sportlichen Gründen dem Erstligaaufsteiger Funball Dortelweil angeschlossen haben. Der Abteilung ist es bis heute nicht gelungen, die entstandene personelle Lücke mit unverändertem Etat durch Aktive aus der erweiterten Region zu schließen. Darüber hinaus waren bis zuletzt mindestens zwei weitere Stammspieler aus beruflichen Gründen nicht verbindlich einplanbar.

2. Die angestrebte stärkere Professionalisierung des Bundesligaspielbetriebs (Deutscher-Badminton-Ligaverband) mit kosten- und personalaufwändigeren Vorgaben (Spielfeldmattenpflicht, Livescore / Liveticker u. a. in Verbindung mit einem immensen Strafen-Katalog) überfordern den aktuellen Bestand der SGA-Manpower. Mit Blick auf die gut 15 Abmeldungen von Bundesligateams in den letzten beiden Jahrzehnten bleibt abzuwarten, wie das neue  Konzept die Basis mitnimmt, um tatsächlich zum Wegbereiter größerer Akzeptanz unserer Sportart zu werden.

Die SG Anspach bedauert den Rückzugs-Beschluss, insbesondere auch mit Blick auf die bis zuletzt bereitwilligen SGA-Kader-Aktiven. Die Abteilung blickt im 40. Jahr seit ihrer Gründung auf 24 Jahre erfüllte Bundesligazeit zurück - sechs davon in der 1. Liga. Es bleibt der Dank an ausnahmslos vorbildliche Bundesliga-Aktive, die den Teamgeist vor monetären Aspekten platzierten, ein stets begeisterungsfähiges und faires Publikum, die vielen Helferinnen und Helfer bei der Umsetzung des Projekts „Bundesliga“ und nicht zuletzt die Unternehmen, die mit ihrem Förderbeitrag an der Seite der Badmintonabteilung aufgeschlagen haben.

Die knapp 250 Mitglieder zählende Sparte wird sich nun neu profilieren. Dabei sollte die Mitgliedergewinnung und -förderung in allen Altersgruppen, besonders die Ausformung der eigenen Nachwuchsarbeit eine große Rolle spielen. Vornehmlich auf diesem Wege könnte sich nach Auffassung des SGA-Vorstands der Badmintonsport insgesamt noch deutlicher etablieren und zu einer nachhaltigeren Wahrnehmung und öffentlichen Wertschätzung gelangen.

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