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SG Anspach leider ohne Punktgewinn

  • Felix Schoppmann

von Georg Komma

Im Vorfeld von entscheidenden Punktspielen schmieden Aktive und Betreuer an der Strategie, vergleichen und wägen ab, kümmern sich um letzte organisatorische Abstimmungen. Und dann platzt mitten in die Vorbereitung eine Nachricht, die alles andere als unwichtig oder peripher erscheinen lässt.

Kaja Bahro, 19-jährige Kaderspielerin des HBV, Stammspielerin der Regionalligamannschaft SG Dornheim, Teilnehmerin der DM 2012, verunglückt mit ihrem Auto tödlich. Der Schock sitzt tief – bei allen Aktiven des HBV. Das Tragen eines Trauerflors des Bundesligateams der SG Anspach und eine Gedenkminute vor dem Spiel gegen den TV Refrath ist als Zeichen des Mitgefühls sicherlich nur ein kleiner Trost, aber ein wichtiger Moment des Innehaltens. Der Spielbetrieb geht weiter, auch wenn wir wieder einmal erfahren haben, wie grausam das Schicksal zuschlagen kann. Vor diesem Hintergrund tritt die Bedeutung eines Punktspiels in den Hintergrund, zu sehr überwiegen noch die gemeinsam erlebten Momente mit Kaja, der vorbildlichen Sportlerin.

Dabei war zu Beginn der Woche die Vorfreude auf das Match gegen den TV Refrath enorm. Die Optimisten tippten auf ein Unentschieden, die Realisten waren erheblich skeptischer - und das hatte allen Grund. Durch den Ausfall von Steffen Hornig (Muskelfaserriss) und Franklin Wahab (HBV Trainer bei den Deutschen Jugendmeisterschaften) war das SGA-Team erheblich geschwächt und auch Daniel Benz hatte seine bei den Deutschen Meisterschaften erlittene Fußverletzung noch nicht entscheidend auskuriert.

Die Hoffnungen aus Anspacher Sicht ruhten wie so oft auf den Doppeldisziplinen. Das sahen auch die knapp 200 Zuschauer so, die viele Ballwechsel mit lang anhaltendem Beifall honorierten. Am Ende sprang jedoch nur der hart umkämpfte Dreisatzsieg im Damendoppel heraus (20:22, 21:12, 21:18), den Mona Reich an der Seite der aktuellen niederländischen Vizemeisterin im Damendoppel, Samantha Barning, sicherstellte. Felix Schoppmann und Andi Heinz verloren das „vielleicht doch machbare“  Herrendoppel (19:21, 17:21) ebenso knapp wie Andi Heinz und Samantha das Mixed (21:14, 12:21, 15:21). Mona Reich konnte im Dameneinzel erwartungsgemäß der irischen Nationalspielerin Chloe Magee das Heft nicht aus der Hand reißen und unterlag dem Badmintonprofi in zwei Sätzen. (16:21, 13:21). So erging es auch dem tapfer kämpfenden Marc Helwig bei seinem 2. Bundesligaeinsatz (15:21, 6:21). Daniel Benz, der vor dem Match aufgrund einer leichten Verletzung, die er bei den Deutschen Meisterschaften erlitten hatte, durch Physiotherapeut Aljoscha Nickel hervorragend behandelt wurde, hatte es mit Jiann Shiarng Chiang zu tun, einem absoluten Hochkaräter aus Malaysia. „Daniel hat beide Sätze gut durchgehalten – er sollte in zwei Wochen wieder sein ganzes Potenzial abrufen können“, meint Sportwart Alexander Merget.

Am Ende stand ein 1:5 auf dem Spielbericht, das ein wenig weh tut. Es war eben doch die Komplettbesetzung aus Refrath der Gegner, deutlich gespickt mit Internationalität. Und schon waren unsere Gedanken wieder bei Kaja Bahro.

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