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In Erdinger Therme Kraft getankt

  • Bernd Brückmann

2. Bundesliga    von Georg Komma

Natürlich hingen die Köpfe der gesamten SGA-Crew nach der 2:6-Niederlage gegen den Tabellennachbarn TSV Neubiberg tief. Das Fehlen von Spitzenspieler Daniel Benz hatte die befürchteten Folgen bewahrheitet. Beide Herrendoppel unterlagen 18:21 und 16:21 und als sich dann auch noch das bislang so erfolgreiche Damendoppel Reich/Käpplein den fulminant auftrumpfenden Hauber/Hoffmann geschlagen geben musste, stand das Taunusteam mit 0:3 bereits angeschlagen mit dem Rücken zur Wand.

 

Wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkte Theresa Wurms 21:11, 21:7 gegen Mai Ngyuen, das sie problemlos einfuhr, denn Robert Georg konnte Gregory Schneider in einem schnellen Zweisatzmatch nur phasenweise Paroli bieten und ließ den TSV mit 4:1 in Front gehen. Als dann auch noch Oldie Steffen Hornig nach aufopferungsvollem Kampf 15:21, 21:18, 19:21 unterlag, war der 5:1-Siegpunkt für die mannschaftlich sehr stark aufspielenden Neubiberger unter Dach und Fach. Während der eher überraschende 21:15, 19:21, 21:19-Dreisatzsieg von Christopher Ames gegen Benjamin Placzek Ergebniskosmetik bedeutete, scheiterte die SGA auch noch in ihrer saisonbesten Disziplin, dem GD, durch Ames, S./Käpplein unglücklich mit 16:21, 21:19, 19:21 gegen Hauber/Hauber. Der 2:6-Endstand tat bei aller Wertschätzung der gegnerischen Leistung doch ein wenig weh, zumal in Komplettbesetzung zumindest die Chance auf eine Punkteteilung bestanden hätte.
Die Frage, ob die enorme Leistungssteigerung des Teams in der Sonntagsbegegnung beim Spitzenreiter TSV Neuhausen wirklich auf den vorabendlichen Besuch der Erdinger Therme zurückzuführen ist, wird wohl unbeantwortet bleiben. Fakt ist, dass der neutrale Betrachter ein SGA-Team auf dem Feld sah, das auch mit Blick auf die beängstigende Verdichtung im Abstiegsbereich der Tabelle gegenüber dem Vortag „brannte". Den Grundstein für den 4:4-Teilerfolg beim Spitzenreiter TSV Neuhausen legten die Ames-Geschwister Christopher und Sebastian, die in ihrem besten Spiel im SGA-Trikot Wadenka/Heumann mit 21:13, 21:16 keine Chance ließen. Etwas enger ging es im DD zu, doch auch Reich/Käpplein agierten eine Klasse stärker als am Vortag und brachten mit dem 2:0 Zwischenstand gehörige Unruhe in das TSV-Team. Die Freude sollte nicht lange anhalten, denn Georg/Wahab unterlagen Bednorsch/Beier ebenso deutlich wie die junge, noch 18-jährige südwestdeutsche Meisterin in DE, Theresa Wurm, die gegen das präzise „Ball-im-Spiel-halten" der 20-jährigen slowenische Nationalspielerin Kaja Stankovic kein durchschlagendes Mittel fand. Beim Spielstand von 2:2 erlebten die zahlreichen Zuschauer mit dem GD das wohl spannendste Spiel des Tages, das nach hartem Kampf S. Ames/Käpplein mit 21:16, 15:21, 21:17 für sich entschieden. Robert Georg, der an diesem Wochenende glücklos agierte, kam anschließend gegen Tobias Wadenka mit 6:21, 10:21 mächtig unter die Räder und auch Christopher Ames konnte gegen Lucas Bednorsch nicht an die Einzelleistung des Vortags anknüpfen. Nun lastete der Druck auf Steffen Hornig, mittlerweile in seiner 15. Bundesligasaison, Patrick Beier, dem überragenden Spieler der letzten Saison (nur eine Niederlage), Paroli zu bieten. Im Hinspiel hatte Steffen 10:21, 17:21 verloren, diesmal gelang ihm im 1. Satz mit 21:9 eine überaus beeindruckende Revanche. Riesenpech dann allerdings für Patrick, als er sich gleich zu Beginn des 2. Satzes verletzte und aufgeben musste. „So möchte ich meine Spiele nicht gewinnen", kommentierte Steffen Hornig das Geschehen und nahm auch keine Gratulationen an. Er sendet mit der gesamten SGA-Crew beste Genesungswünsche gen München. Trotz des überraschenden Unentschiedens befindet sich die SGA nun erstmals seit 21 Jahren Bundesligazugehörigkeit in Abstiegsgefahr. Da stehen bis zum 23. März wohl noch einige „abstiegs- und aufstiegsrelevante Endspiele an", resümiert Spielertrainer Franklin Wahab und äußert sein Erstaunen über die sportliche Ausgewogenheit aller Teams in der laufenden Saison.

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