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Drei kamen durch - German Open Tag 1

  • Marc Gemmerich

Am Qualifikationstag der YONEX German Open in Mülheim haben sich Franklin Wahab und Arnd Vetters (beide SG Anspach) im Herrendoppel, sowie Steffi Struschka (TV Wehen) an der Seite von Claudia Vogelgsang (VfB Friedrichshafen) im Damendoppel Startplätze für das Hauptfeld gesichert. Im erlesenen Kreis der weltbesten Badmintonspieler geht es morgen Abend um richtig viele Weltranglistenpunkte.

Auf ihrem Weg ins Hauptfeld der German Open bekamen es Wahab/Vetters mit einem alten Bekannten zu tun. Nachdem sie in der ersten Runde der Quali Rene Nichterwitz und Hannes Käsbauer aus Deutschland mit 15:11 und 15:13 besiegt hatten, ging es im Quali-Finale gegen Inoki Chayadi und Sebastian Vincent aus Frankreich.

Inoki? Da war doch was...genau: Inoki Chayadi war noch bis vor nicht allzu langer Zeit in Hessen für die TG Hanau aktiv und zuvor auch schon beim BV Maintal am Start. Jetzt hat es ihn nach Frankreich verschlagen. Im ersten Satz verschlug es Wahab/Vetters ein bisschen die Sprache. Mit 15:8 ging Satz eins an die Franzosen. Doch unsere Hessenmeister wussten zu kontern und erspielten sich schließlich mit 15:12 und 15:8 unter dem Beifall der Mülheimer Zuschauer ihre Fahrkarte fürs Hauptfeld.

Auch Steffi Struschka löste diese Fahrkarte. Allerdings musste auch sie über die volle Distanz von drei Sätzen gehen. Die erste Runde der Qualifikation hatten Struschka/Voglgesang - die gemeinsam vor Weihnachten bei den Italian International in Rom sensationell das Halbfinale erreicht hatten - kampflos überstanden. Im Finale stand das Duell mit Vlada Chernjavskaja und Dana Kaufhold an. Einem guten Start (15:8) folgte ein nicht so guter zweiter Satz (9:15). Der dritte Satz war dann aber fest in der Hand von Struschka/Vogelgsang. 15:1 hieß es am Schluss und der Platz unter den besten 32 war gesichert.

Auch die weiteren hessischen Teilnehmer ließen zum Teil mit schönen Siegen und achtbaren Resultaten aufhorchen. So waren Felix Schoppmann (SG Anspach) und Johanna Goliszewski (BV Maintal) besipielsweise kurz davor, dem Bronzemedaillengewinner von Sydney 2000, Simon Archer aus England, in seiner Spezialdisziplin Mixed einen Satz abzujagen. 15:14 führten sie in Durchgang eins, mussten sich am Ende aber doch mit 15:17 und 5:15 geschlagen geben. Zuvor hatten Schoppmann/Goliszewski ebenso ihr Erstrunden-Match gewonnen wie Patrick Krämer und Claudia Ritter (beide TG Hanau), die im Quali-Finale auch an zwei Engländern scheiterten. 1:15 und 11:15 hieß es gegen Robin Middleton und Sarah Bok.

Die Engländer waren an diesem Vormittag für alle Hessen eine zu hohe Hürde. Mona Reich (SG Anspach) verlor mit Daniel Benz (BV Radebeul) eine Runde zuvor gegen Middleton/Bok. Französische Gegner waren dagegen die Endstation für Franklin Wahab und Steffi Struschka, die gegen Svetoslav Stojanov und Elodie Eymard unterlagen.

In den weiteren Disziplinen gab es für die Hessen leider keine Erfolge mehr zu feiern. Im Herreneinzel konnte nur Patrick Krämer ein Spiel gewinnen. Er war im Quali-Finale gegen die Nummer Eins des BC Bonn-Beuel Wu Yun Yong mit 4:15/5:15 dann aber chancenlos. Matthias Becker (TV Wehen),  Arnd Vetters und Felix Schoppmann verloren jeweils ihr erstes Match.

Die hessischen Fahnen wehen also auch morgen noch in der Ruhr-Sporthalle in Mülheim. Dabei ist für die beiden Paarungen mit hessischer Beteiligung vielleicht sogar in der ersten Hauptrunde noch etwas drin. Struschka/Vogelgsang haben mit Jenny Wallwork/Sarah Bok (England) keine unlösbare Aufgabe. Wahab/Vetters treffen auf die Australier Travis Denney/Boyd Cooper und wollen in diesem Spiel so gut wie möglich mithalten und die Jungs vom fünften Kontinent vielleicht sogar ein bisschen ärgern. Das Herrendoppel ist auf 19:20 Uhr angesetzt, das Damendoppel auf 21 Uhr. Interessierte hessische Badmintonfans können die Matches auf dem unter www.german-open-badminton.de angebotenen Live-Ticker mitverfolgen.

Matthias Becker 

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