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Rückblick „Hessen lebt Respekt“

  • Felix Lieb

Schiedsrichter: Sie sorgen für die Einhaltung der Regeln und für einen respektvollen Umgang und haben doch häufig mit dem fehlenden Respekt zu kämpfen, der ihnen von Seiten der Akteure auf und neben dem Platz entgegengebracht wird. Vor diesem Hintergrund war es ein Anliegen des Landessportbundes Hessen, die Arbeit und das Engagement der Unparteiischen im Rahmen der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ zu würdigen. Als Vertreter des Schiedsrichterwesens des Hessischen Badmintonverbandes durfte Felix Lieb an der Feierstunde am 18. Januar in der Mehrzweckhalle der Sportschule des Landessportbundes Hessen teilnehmen, die von Heinz Ziellinski, Vizepräsident des Landessportbundes Hessen moderiert und durch dessen Präsidenten Rolf Müller sowie Staatssekretär und Sprecher der Hessischen Landesregierung, Michael Bußler, eröffnet wurde.

In zwei Gesprächsrunden unter anderem mit dem ehemaligen Fußballbundesliga Schiedsrichter Lutz Wagner, der ehemaligen Fußball Nationalspielerin Nia Künzer und dem ehemaligen Fußballnationalspieler Dieter Müller sowie Schieds- und Kampfrichtern aus verschiedenen Sportarten wurden die Herausforderungen und Probleme des Schiedsrichterwesens diskutiert.

Dabei wurde deutlich: Abgesehen von wenigen Ausnahmen wie etwa beim Tanzen gestalten sich viele Probleme in diversen Sportarten ähnlich. Fehlender Nachwuchs und ein zu kleiner Pool an Personen, die diese Aktivität ausüben sowie eine zunehmende Aggressivität von Sportlern oder anderen Akteuren gegenüber den Schiedsrichtern wurden an erster Stelle genannt.

Das Konfliktpotenzial von kritischen Situationen schreckt vor allem Anfänger ab, die Tätigkeit des Schieds- und Wertungsrichters dauerhaft auszuüben. Hier ist, so wurde deutlich, das Schiedsrichter-Ausbildungswesen gefragt. Gleichwohl wurde mangelnder Respekt und aggressives Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern auch auf die zunehmende Aggressivität in der Gesellschaft zurückgeführt. In manchen Sportarten geht diese Aggressivität sogar soweit, dass die Unparteiischen tätlichen Angriffen ausgesetzt sind, wie aus manchen Schilderungen deutlich wurde.
Das Schiedsrichterwesen hat ein Attraktivitätsproblem. Ein Großteil präferiert eher die Trainertätigkeit als die des Unparteiischen, was zu der Frage führt, wie eben die Attraktivität gesteigert werden kann.
Umso mehr galt es dann auch, diejenigen zu würdigen, die dem Schieds- und Wertungsrichterwesen bis zum jetzigen Zeitpunkt treugeblieben sind. In mehreren Ehrungsrunden wurden daher deren Vertreter der jeweiligen Sportarten namentlich auf die Bühne gerufen, um ein kleines Präsent sowie eine Urkunde für ihren Einsatz als „Schiedsrichter des Respekts“ entgegenzunehmen.
Die Kampagne: „Hessen lebt Respekt“ ist eine Kampagne der hiesigen Landesregierung, die das friedliche Miteinander in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft postuliert, in der „Nachbarn nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame suchen und eine andere Meinung aushalten können“. Respekt ist dabei, so die Verantwortlichen, Grundlage für ein friedliches und erfolgreiches Zusammenleben. Auf unterschiedlichen sozialen Ebenen und in diversen Projekten soll der Respekt als Kit einer offenen toleranten Gesellschaft mit der Achtung für die Mitmenschen gewürdigt werden.

 

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